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Kunststoffe zum Kennenlernen:

Polyester

Polyester sind vielseitig einsetzbare Kunststoffe, die uns im täglichen Leben ständig begegnen. Aus Polyestern kann man alle möglichen Dinge herstellen, neben Textilfasern (u.a. Trevira®, Dacron®, Diolen®) z.B. die bekannten Plastik-Getränkeflaschen, die aus PET (Abkürzung für den zungenbrecherischen Namen PolyEthylenTerephthalat) bestehen, und andere Lebensmittelverpackungen. Auch CDs bestehen aus einem Polyester, nämlich aus Polycarbonat, einem Ester der Kohlensäure. Generell werden als Polyester alle Stoffe bezeichnet, die Esterbindungen enthalten, ihre unterschiedlichen Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten hängen von den Monomeren ab, aus denen sie hergestellt sind.

Elastan

Elastan ist ein Elastomer, das zu mindestens 85 Gewichtsprozent aus Polyurethan besteht, weshalb es mit PUE (für PolyUrethan Elastisch) abgekürzt wird. Die Dehnfähigkeit von Elastan, das in den USA üblicherweise "Spandex" genannt wird, beträgt 500 - 700%; nach dem Dehnen kehrt es weitgehend in den Ausgangszustand zurück.  Aufgrund dieser Eigenschaften liegt die Verwendung von Elastan auf der Hand: Es wird als Faser dort eingesetzt, wo hohe Dehnbarkeit und Formstabilität gewünscht sind, also in enganliegenden, dehnbaren Kleidungsstücken, bei Bündchen, Socken, Wollstrumpfhosen, Badekleidung usw. Auf den Etiketten solcher Kleidungsstücke steht allerdings nicht notwendigerweise Elastan, denn wichtige Handelsnamen sind Lycra® und Dorlastan®.

Polypropen

Polypropen (Polypropylen oder PP) ist ein vergleichsweise junger Kunststoff. Er wurde 1954 zum ersten Mal vom Wissenschaftler Giulio Natta in Italien synthetisiert und industriell hergestellt. Die Synthese verläuft auf Basis der Ziegler-Natta-Polymerisation. PP ist dem Niederdruck-Polyethen sehr ähnlich. Es ist ein Thermoplast mit hoher Stabilität und Chemikalienbeständigkeit. Allerdings ist es härter und wärmebeständiger. Es kann kurzfristig auf 140° C erhitzt werden. Kaffeemaschinen und Wasserkocher sind in der Regel aus PP.  Sinkt die Temperatur auf unter 0° C, so wird das Material spröde. Die Versprödungstemperatur kann jedoch durch Copolymerisation mit Ethen gesenkt werden (das Copolymerisat heißt EPM oder EPDM). Zudem kann man Polypropen auch zu Fasern verarbeiten, die mit ca. 0,9 g/cm3 die leichtesten aller Chemiefasern sind. Teppiche, Kunstrasen und Seile werden auf diese Weise hergestellt. Die weiteren Anwendungsgebiete ähneln denen des Polyethens: Verpackungsmaterialien im Haushalt, Gehäuse und Bauteile von elektrischen Haushaltsgeräten, Kofferschalen, Bauteile im Auto, Flaschen, Folien und viele weitere Kunststoffgegenstände werden aus PP hergestellt.

Epoxidharze

Epoxydharze sind ebenfalls Polymere. Jedoch polymerisieren sie je nach Zusammensetzung so langsam, dass man sie als zähe Flüssigkeiten verarbeiten und dann aushärten lassen kann. Das Ergebnis ist ein stabiler und chemikalienbeständiger Kunststoff. Ein wichtiger Anwendungsbereich ist deshalb auch die Verwendung als Klebstoff. Dieser wird flüssig aufgetragen und verbindet nach dem Aushärten andere Kunststoffteile, aber auch Metall und Beton.